"Wir brauchen eine anderen Gottesdienst, der jungen Erwachsenen und Familien mit Kindern mehr anspricht." Darin waren wir, verschiedene Mitarbeiter der Kirchengemeinden Heidelsheim-Helmsheim, uns mit unserem Pfarrer, Markus Kempf, einig. Neugierig fuhren wir zum "Ersten Deutschen Gemeindepflanzungstag" am Samstag, den 15. Juni 1996 nach Karlsbad-Spielberg. Mit wichtigen Impulsen, und Erfahrungen, die wir am liebsten sofort in die Tat umgesetzt hätten, fuhren wir nach Hause. Gleich am nächsten Tag trafen wir uns auf dem traditionellen Grillfest des Posaunenchores auf dem Aschberg und verabredeten uns für die erste gemeinsame Sitzung im Juli 1996.
Während einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase trafen wir uns regelmäßig zum gemeinsamen Gebet und um eine Vision zu entwickeln. Aus der Analyse, für welchen Personenkreis wir einen neuen Gottesdienst gestalten wollten fanden wir nach und nach zu den Bausteinen, aus denen unser Gottesdienst heute besteht: Band, Theater, Ansprache, Kinderbetreuung, Video- und Tontechnik und Bistro.
Doch zurück zu den Anfängen: In einer Woche im November 1997 beteiligten sich unsere Gemeinden an der europaweiten Aktion "ProChrist". Unser Team brachte sich zusammen mit der örtlichen Gruppe der Liebenzeller Mission in diese Arbeit und die anschließend angebotenen Glaubenskurse mit ein. Dabei konnten wir erste praktische Erfahrungen und Anregungen für den neuen Gottesdienst sammeln.
Vor allem hat uns die Besucherresonanz auf die Aktion "ProChrist" aber gezeigt, dass für alternative, ansprechende Veranstaltungen ein tatsächlicher Bedarf besteht. Deshalb beschlossen wir, dass ein neuer anderer Gottesdienst einmal im Monat stattfinden sollte. Schnell fanden wir die Themen aber unser "Kind" brauchte auch einen Namen... "Gönn' Dir mal 'ne Atempause".
Jetzt ging es los. Wir druckten Lesezeichen mit den Terminen, publizierten in Mitteilungsblättern und Zeitungen und luden persönlich unsere Bekannten, Freunde und Nachbarn ein. Trotz guter Gottesdienstplanung durch ein inzwischen verändertes und erweitertes Team stieg unsere Spannung, wie der erste Gottesdienst verlaufen würde, je näher der Termin heranrückte: Wird alles klappen? Passt das alles so zusammen, wie wir es uns gedacht haben? Kommt unsere Zielgruppe? Was für ein Erlebnis nehmen die Besucher mit nach Hause?
Der erste Atempause-Gottesdienst am 16. Mai 1998 war mit etwa 50
Besuchern ein Erfolg. In den kommenden Monaten steigerte sich die
Besucherzahl; heute kommen etwa 150 bis 200 Leute pro Gottesdienst.
Die kleine Kirche in Helmsheim ist jedes mal fast voll. Damit haben
wir unser erstes Ziel erreicht, trotzdem entwickeln wir unseren
Atempause-Gottesdienst beständig weiter. Wir träumen davon,
dass aus den begeisterten Besuchern verbindliche und
verantwortungsvolle Mitarbeiter werden, die eine persönliche
Beziehung zu Jesus Christus haben.